Coco Chanel & Gustav Klimt

"Die Kunst des Schweigens"


Bild: Plakat zu "Die Kunst des Schweigens" vom Kleinsten Salontheater

 

 

 

5 Mimen in 

4 Akten und 

3 Kurzfilmen 

 

ergeben 

 

1 ganz besonderen Abend!



Figuren


Hauptfiguren/historische Figuren

  

Coco (Gabrielle) Chanel – Modeschöpferin (1883-1971)

Die ausgebildete Näherin lernt 1904 den Industriellensohn Etienne Balsan kennen. Sie zieht 1906  zu Balsan, auf dessen Landsitz in Royallieu bei Compiègne und beginnt dort im Frühjahr 1907 eine Romanze mit Marie Strauss. Zu diesem Zeitpunkt entwirft die 24jährige Coco Hüte für einige Damen der Gesellschaft, mit denen sie Etienne Balsan bekanntgemacht hatte. Balsan will Coco nicht verlieren und erpresst Marie. Nachdem Marie am Silvestermorgen 1907 heimlich den Landsitz und Frankreich verlässt, wendet sich Coco Chanel innerlich von Balsan ab. In ihren Briefen bittet sie Marie zurückzukommen, doch Marie will der Karriere von Chanel nicht im Wege stehen. Über Jahre hofft Coco Chanel, dass Marie an einem 31. Dezember zu ihr zurückkehrt.

  

• Gustav Klimt – österreichischer Maler (1862-1918)

Während eines Besuches bei der österreichischen Schriftstellerin und Salonnière Berta Zuckerkandl, im Mai 1908, macht Klimt die Bekanntschaft mit Coco Chanel. Gemeinsam mit Etienne Balsan hält sich Coco aufgrund einer Einladung des österreichischen Industriellen Bloch-Bauer in Wien auf. Der 46-jährige Klimt ist von dem ungezierten, inspirierenden Wesen der jungen Französin hingerissen. Wiederholt bittet er sie für ihn Modell zu stehen, doch Chanel lehnt sowohl seine Bitten als auch seine Avancen ab. Klimt kann diese Ablehnungen nur persönlich nehmen. Er zürnt, hadert mit sich und beginnt bald darauf an seinen Arbeiten zu zweifeln. Eine Auftragsarbeit, das Porträt der Adele Bloch-Bauer, gerät für ihn schließlich zum Fiasko, denn das Gemälde trägt die Züge von Coco Chanel. Doch da selbst sein Auftraggeber Bloch-Bauer nicht an der Auftragsarbeit zweifelt, schweigt Klimt. Das Bildnis der „Goldenen Adele“ avanciert bereits in den folgenden Jahren zum bedeutendsten österreichischen Gemälde. Doch Klimt trägt von Jahr zu Jahr schwerer an seinem Geheimnis. Als seine Kräfte zu schwinden beginnen, unternimmt Klimt im Dezember 1917 einen letzten Versuch um Coco Chanel zu sehen und ihr die Wahrheit über das Sujet des Gemäldes, seine Abbildung Coco Chanels aus dem Geiste, zu beichten.   

 

• Etienne Balsan  -  ehemaliger Offizier der französischen Kavallerie, Pferdezüchter und Lebemann (1878-1953)

Balsan lebt von 1906 bis 1910 mit Coco Chanel zusammen. Er ist verliebt in die ungewöhnliche junge Frau, schmückt sich mit ihr und führt sie in die Gesellschaft ein. Als er im Herbst 1907 die Liaison zwischen Coco Chanel  und seiner Cousine Marie Strauss bemerkt, erpresst er von Marie das Versprechen, noch vor Ende des Jahres Frankreich zu verlassen.

 

• Ferdinand Bloch-Bauer - österreichischer Zuckerfabrikant, Kunstsammler ( 1864-1945)

Bloch-Bauer gibt bei Klimt im Jahre 1907 das Porträt seiner Gattin Adele Bloch-Bauer in Auftrag. Nach dessen Fertigstellung ist Bloch-Bauer von dem Bildnis mit den ungewöhnlichen Ornamenten und den verschwenderisch aufgetragenen Blattgold- und Blattsilberauflagen so beeindruckt, dass er nicht bemerkt, wie wenig Ähnlichkeit das Porträt mit seiner Gattin hat.   

 

 

Nebenrollen/ fiktive Figuren  

  •  Marie Strauss   - Tochter eines deutschen Eisenindustriellen   
  •  Resi  - Dienstmädchen bei Familie Bloch-Bauer  
  •  Fred  -  Zeitungsjunge in Wien/ und auf dem Abfahrtsbahnhof des Orient Express in Paris (optional)  
  •  Paulette -  Dienstmädchen von Coco Chanel, verliebt in den  Botenjungen Arnoud  
  •  (der schnelle) Arnoud  - Botenjunge im Unternehmen  Chanel, verliebt in Paulette  
  •  Hausmädchen im Haushalt von Balsan
  •  Bahnhofsbeamter 

 


Inhalt


Inhalt

 

Im Frühjahr 1907 lernt die junge Coco Chanel auf dem Landsitz ihres Geliebten, Etienne Balsan, dessen Cousine, die deutsche Fabrikkanten-tochter Marie Strauss kennen. Im Verlauf der kommenden Monate wächst die Zuneigung der beiden Frauen zueinander. Immer stärker fühlt sich Coco zu Marie hingezogen. Gleichzeitig ebbt ihre Leidenschaft für Etienne ab. Etienne Balsan ersinnt daraufhin einen Plan, um Marie aus seinem Haus zu treiben. Er erpresst Marie und zwingt sie, unbemerkt von Coco, das Land zu verlassen.  

Am Silvestermorgen 1907 verlässt Marie tief gekränkt den Landsitz ihres Cousins und begibt sich mit dem jungen englischen Studenten Thomas Edward Lawrence auf eine Reise nach Palästina. Am selben Morgen überbringt Etienne Coco den Abschiedsbrief von Marie. Es kommt zu einem ersten Zerwürfnis zwischen Chanel und Balsan. Etienne hält an Coco fest, doch diese nutzt, enttäuscht von seiner Unaufrichtigkeit, Balsan fortan nur noch als Protektor.  

 

Einer Einladung des österreichischen Zuckerfabrikanten Ferdinand Bloch-Bauer folgend, fahren Coco Chanel und Etienne Balsan, Anfang Mai 1908 nach Wien. Hier lernt die Französin mit den radikalen Ideen den österreichischen Maler Gustav Klimt im literarischen Salon der Berta Zuckerkandl kennen.  

Klimt ist von der rebellischen und inspirierenden jungen Frau hingerissen und versucht, während deren mehrtägigen Aufenthalts in Wien, diese als Modell für ein Porträt zu gewinnen. Doch Chanel lehnt seine Bitten und die offensichtlichen Avancen des Künstlers wiederholt ab. Nach Chanels Abreise beginnt Klimt daraufhin mürrisch mit einer Auftragsarbeit Ferdinand Bloch-Bauers. Der Fabrikant wünscht ein Porträt seiner 27-jährigen Gattin, Adele Bloch-Bauer. Während Klimt an dem Gemälde arbeitet, verzehrt er sich nach der unerreichbaren Coco Chanel. Vor seiner Staffelei quälen Klimt Selbst-mitleid und Zweifel über die Sinnhaftigkeit seines Schaffens.

Er beginnt einen imaginären Dialog mit seinem Werk, der heftig  in seine Malerei einfließt. Als das Porträt schließlich vollendet ist, zeigt es deutlich die Züge Cocos.  

Klimt ist vor Scham und Verzweiflung zerrissen als dessen Auftraggeber Ferdinand Bloch-Bauer das Bildnis schließlich in Augenschein nimmt. Doch beides bemerkt Bloch-Bauer nicht und hegt beim Anblick der porträtierten goldummantelten dunkelhaarigen Schönheit keinen Zweifel, dass es sich hierbei um seine Ehefrau handelt.  

 

Bis 1917 unternimmt Klimt wiederholt Versuche, Coco Chanel  für sich zu gewinnen. Neun Jahre lang steht Klimt mit der, inzwischen zu Wohlstand gekommenen Chanel in Briefkontakt. Persönliche Besuche von Klimt und Einladungen des Künstlers lehnt sie jedoch weiterhin ab. Somit erhält Klimt nie die Gelegenheit, sein Gewissen zu erleichtern und Chanel persönlich mitzuteilen, wen das, inzwischen berühmte, Porträt der Adele Bloch-Bauer tatsächlich zeigt.  

Chanels abweisendes Verhalten gegenüber Klimt beruht auf einem Umstand, von dem der Maler nichts ahnt: Coco wartet darauf, dass Marie Strauss endlich aus Palästina zurückkehrt. Auch die beiden Frauen verbinden seit Maries Abreise zahllose Briefe, welche von gegenseitiger Sehnsucht, vom Warten und von der unerfüllten Liebe zueinander berichten. Marie, die selbst nur von einer kleinen Apanage ihres Vaters lebt, will aus Liebe zu Coco erst nach Frankreich zurückkehren, wenn eine Beziehung zu Chanel deren Erfolg und wirtschaftliche Verhältnisse nicht mehr gefährdet.  

 

Die Jahre nicht gelebter und erwiderter Leidenschaft zehren an den Kräften der drei Protagonisten. Die Briefe aus Palästina werden immer seltener, und Coco Chanel hat kaum noch Hoffnung, Marie je wieder zu sehen. Zehn Silvesterabende hat sie bereits in der unerfüllten Hoffnung verbracht, Marie würde so unangekündigt wie sie Coco am Silvestermorgen 1906 verlassen hatte, auch an einem Silvestertag wiederkehren.  

 

Klimt, gesundheitlich angeschlagen, reist im Winter 1917 nach Paris, um der Beerdigung von Auguste Rodin beizuwohnen. Er nutzt die Gelegenheit und unternimmt einen letzten Versuch Coco zu sehen.  

An diesem Silvesterabend 1917 gelingt es ihm, durch ein Versehen des Hausmädchens Paulette, unangemeldet in die Pariser Wohnung der Chanel zu gelangen. Endlich will er ihr erzählen, dass das Porträt der Adele-Bloch Bauer nicht diese, sondern Coco Chanel darstellt ...

 


Filme


3 Filmeinblendungen

 

dabei handelt es sich um Kurzfilme, die die Geschehnisse darstellen, die nicht auf der Bühne stattfinden

  • In Ahrensburg gedreht: Szenen im (fiktiven) Landhaus von Etienne Balsan mit den Darstellern -  sowie Außenaufnahmen mit den beiden Protagonistinnen
  • In Wien gedreht: Aufnahmen an Wiener Originalschauplätzen: Straßenszenen mit den Darstellern- sowie Aufnahmen im Salon der Berta Zuckerkandl
  • Projektionen: Briefwechsel - privates Geschehen wird in historische Zusammenhänge gebracht
  • drei Bühnenbilder